Bäuerinnen und Bauern
Sie liefern Getreide, besprechen Menge und gewünschtes Produkt und nehmen Mehl, Schrot oder Graupen wieder mit.
Der Wind bestimmt den Arbeitstag. Begleiten wir einen Emder Müller durch einen möglichen Mühlentag im 19. Jahrhundert – zusammengesetzt aus überlieferten Arbeitsabläufen, Technik und typischen Begegnungen.

Sie liefern Getreide, besprechen Menge und gewünschtes Produkt und nehmen Mehl, Schrot oder Graupen wieder mit.
Sie fahren mit Wagen in den Unterbau des Durchfahrtholländers und bewegen schwere Säcke zwischen Hof, Speicher und Mühle.
Sie brauchen Mehl mit verlässlichen Eigenschaften. Farbe, Feinheit, Geruch und Backverhalten entscheiden über das Brot.
Sie bedienen Mahlgänge, tragen und bewegen Säcke, beobachten Lager und Getriebe und halten Böden und Maschinen sauber.
Bei Schäden kommen Zimmerleute, Schmiede, Stein- oder Mühlenbauer. Viele Wartungsarbeiten erledigt der Müller selbst.
Die Mühle ist weithin sichtbar. Flügelstellung, Arbeitsgeräusch und ankommende Wagen machen sie zu einem Nachrichten- und Treffpunkt.
Richtung, Stärke, Böen und Wetterentwicklung entscheiden über Kappenstellung und Segelfläche.
Korn darf nicht feucht, muffig oder verunreinigt sein. Das Mahlergebnis wird zwischen den Fingern geprüft.
Steinabstand, Kornzufuhr und Drehzahl müssen zusammenpassen. Zu heißes Mehl oder leerlaufende Steine sind gefährlich.
Sackkarre und Sackaufzug helfen, doch das Anschlagen, Führen, Abnehmen und Absacken bleibt Handarbeit.
Lager schmieren, Holzkämme pflegen, Segel prüfen, Steine billen und jedes ungewöhnliche Geräusch ernst nehmen.
Anlieferung, Auftrag, Menge und Ausgabe müssen nachvollziehbar bleiben – ebenso Reparaturen und besondere Ereignisse.