Emden war eine Stadt der Mühlen: Auf den Wällen, an den Tiefs, vor den Toren drehten sich einst Dutzende Flügelkreuze. Feuer, Krieg und Abriss haben fast alle geholt. Diese Karte erzählt ihre Schicksale.
Zwischen 1550 und 1600 entstanden allein in der Stadt rund zehn Windmühlen; Dietrich Janßen hat über 30 Standorte im heutigen Stadtgebiet nachgewiesen. Klicken Sie die Marker an — jeder erzählt ein Schicksal.
Die Karte zeigt eine künstlerische Vogelschau des heutigen Emden im Kupferstich-Stil. Sechs Mühlenstandorte auf den Wällen sind durch historische Karten gut belegt: der Kornnütjes-Zwinger der Vrouw Johanna, der Gelbe Mühlenzwinger, der Judenfriedhof, der Kattewall sowie der Rote und der Schwarze Mühlenzwinger. Diese sind als „Standort belegt" markiert.
Alle übrigen Standorte zeigen die ungefähre Lage nach den Textquellen — Straßennamen, Flurnamen und Katasterbeschreibungen. Die genauen Standorte dokumentiert die Emder Mühlengeschichte von Dietrich Janßen, der die Kartenwerke von Braun/Hogenberg (1570), Bast (1599) und van Oosterloo (1852) ausgewertet hat.